News vom St. Galler Verband für Weiterbildung.


Mit dem Weiterbildungsgesetz gibts neue Angebote und mehr Geld

Mit dem neuen Weiterbildungsgesetz, das 2017 in Kraft tritt, sollen schweizweit die Grundkompetenzen Erwachsener verbessert werden. Im Kanton St. Gallen wollen Bund und Kanton dafür bis 2020 gemeinsam etwa 1.8 Mio. Franken aufwenden.

An einer Informationsveranstaltung des SVW von Mitte August, erläuterte Hans-Peter Steiner vom Amt für Berufsbildung des Kantons St. Gallen die Grundzüge des neuen Weiterbildungsgesetzes, das im Januar 2017 in Kraft tritt. Ziel dieses Gesetzes ist die Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener und des lebenslangen Lernens. Am Infoabend, an dem auch Vertreter grösserer Bildungsinstitutionen teilnahmen, erklärte Steiner, dass in den nächsten Jahren allein im Kanton St. Gallen knappe zwei Millionen Franken dafür ausgegeben werden. Zurzeit bildet der Kanton eine Projektgruppe, die bis Mitte nächsten Jahres bestimmt, wie diese Gelder aufgewendet werden sollen und wer davon profitiert. «St. Gallen gehört zu den Kantonen, die bereit sind, Pläne zur Förderung der Grundkompetenzen zu erstellen, andere Kantone machen das nicht», sagte Steiner am Infoabend. Vom Moderator Felix Mätzler nachgefragt, welche das denn konkret seien, meinte Steiner: «Alle Nachbarkantone». Im Falle des Weiterbildungsgesetzes ist es nun aber so, dass der Bund, Gelder die nicht abgeholt werden, denjenigen Kantonen überweist, die ihre Hausaufgaben machen. Da könnte also mittelfristig für die St. Galler noch mehr Bares herausschauen.

Am Infoabend in der Klubschule im Bahnhof St. Gallen wurde auch noch ein Pilotprojekt zur Förderung der Grundkompetenzen vorgestellt, das der Kanton St. Gallen zusammen mit dem SVEB und dem Weiterbildungszentrum Toggenburg WBZT umgesetzt hat. Eine mittelgrosse Firma aus Bütschwil verbesserte die Sprachkompetenz ihrer vielen fremdsprachigen Mitarbeiter mit Kursangeboten, die vor allem in der Firma und teilweise während der Arbeitszeit stattfanden. Fredi Gmür, Kursleiter am WBZT, der das Pilotprojekt vorstellte, nannte eine Erkenntnis des erstens Kurses: «Da kommen ganz neue Jobprofile für Weiterbildner auf uns zu».

 

Hitzige Debatten an der Tagung zur Migration

Bildungs- und Migrationsfachleute brachten ihre Thesen und stellten Forderungen...

Der St. Galler Verband für Weiterbildung hatte für seine Tagung 2016 ein Thema gewählt, das unter den Nägeln brennt. Das zeigte sich schon an der Zahl der Teilnehmenden. Mehr als 100 Personen trafen sich  am Donnerstag, 23. Juni, in St. Gallen und diskutierten über «Migration und Bildung – was wir bieten und was wir lernen können».
Während bei der Vorstellung verschiedener Menschen aus verschiedenen Kulturen mit verschiedenen Bildungsbiographien noch allgemeine Harmonie vorherrschte, zeigten sich erste ideologische Differenzen dann bereits in den Workshops. Etwa wenn es um die Frage ging, wann und wie weit sich Menschen in der Freiwilligenarbeit abgrenzen sollen, oder um die Frage, wie beispielsweise männlichen Migranten mit einem gar patriarchalen Frauenbild zu begegnen sei.
In der Schlussdiskussion offenbarten sich dann die Abgründe, die sich zwischen vielen Ausbildungs- und Migrationsfachleuten einerseits und den «Offiziellen» aus Politik und Wirtschaft andererseits auftun. Die Diskussion, an der David Ganz, Präsident Wirtschaftsregion St. Gallen und Regierungsrat Martin Klöti teilnahmen, war geprägt vom Nichtverstehen. So vermittelten die Bildungsleute zeitweise den Eindruck, das Migrationsproblem wäre allein schon gelöst, wenn nur der Kanton etwas mehr Geld locker machen würde. Davon liess sich Regierungsrat Klöti – zuständig für Integration und Gleichstellung im Kanton St. Gallen - nicht aus der Reserve locken, er verwies immer wieder auf die politischen Rahmenbedingungen im Kanton St. Gallen, die der Regierung keinen Spielraum liessen. Man konnte bei seinen Ausführungen den Eindruck gewinnen, die politische Agenda der St. Galler Regierung werde von der äusseren Rechten bestimmt.
                                                           ...und der Regierungsrat (rechts) beschwichtigte.

Hier finden Sie die Powerpoint-Präsentation unseres Gastreferenten, des Soziologen Franz Schultheis.

 

 

25. HV des SVW am 25. Februar in St. Gallen

Am 25. Februar 2016 konnte SVW-Präsident Felix Mätzler die Teilnehmenden zur 25. Hauptversammlung des SVW begrüssen, und zwar einmal mehr im Hotel Dom in St. Gallen, wo die Teilnahme mit einem guten Nachtessen vergolten wurde. Anders als in den zwei Jahren davor, nahmen die Mitglieder eher spärlich an der HV teil, die auch inhaltlich keine grossen Wellen warf.

Was an der HV diskutiert und beschlossen wurde, steht hier im Protokoll.