News vom St. Galler Verband für Weiterbildung.


Q-Treff: So wählt die Polizei

Der nächste Quartalstreff des SVW führt zur Polizei. «Auswahlkriterien und Ausbildung bei der Polizei» ist das Thema am Dienstag, 7. November 17.

Polizistin oder Polizist ist heute ein Traumberuf, eine Anstellung bei einem Schweizer Polizeikorps häufig eine Lebensstelle. Doch wie wird man zum Polizisten, zur Polizistin?
Alterslimiten, Mindestgrösse oder Militärdienstpflicht sind im Jahr 2017 keine tauglichen Aufnahmekriterien mehr. Die Polizei will «Menschen wie Du und Ich», sie sollen ein möglichst breites Spektrum der Bevölkerung abbilden. Die Bewerbenden stammen aus den Generationen X, Y und Z (YouTuber): Personen mit Karriereorientierung sitzen im selben Schulzimmer mit Menschen, die unabhängig bleiben wollen, und solchen, die im Hier und Jetzt und vor allem vernetzt leben.
Wie wählt die Polizei da aus? Welche psychologischen Eignungskritereien taugen in diesem Umfeld, damit möglichst wenige Berufsleute wieder verloren gehen?

An diesem Q-Treff besuchen wir die kantonale Notrufzentrale, schauen einen Kurzfilm über die Polizeischule und erhalten einen Einblick in das heutige Auswahlverfahren für Polizistinnen und Polizisten im Kanton St.Gallen. Unsere Gastgeber sind Paul Rieser und Michael Wick, Ausbildungsverantwortliche der Kantonspolizei St.Gallen.

Der Q-Treff findet statt am Dienstag, 7. November, ab 18.30 Uhr bei der Kantonspolizei St.Gallen, Moosbruggstrasse 11, Raum 801Im Anschluss offerieren die Kantonspolizei und der SVW einen Apéro.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme (Max. 30 Teilnehmende, Zusage nach Anmeldungseingang)
Anmeldung an: SVW, förderraum Servicebüro, Poststrasse 15, 9000 St. Gallen, info(at)weiterbildung-ost.ch, Tel. 071 227 14 58

 

Eine bewegte Schule und eine Schule mit Yoga

Im letzten Quartalstreff vom Donnerstag, 7. September, präsentierten sich zwei Persönlichkeiten, die mit innovativen Projekten in unserer Bildungswelt unterwegs sind. Da war zum einen die gebürtige St.Gallerin Edith Nemeth, die seit Jahren in Düsseldorf zuhause ist und dort Yoga anbietet - auch Yoga in der Schule. Wie sie Zwölfjährige mit ADHS zum Stillsitzen bringt, oder wie sie es schafft, die coolen Grossstadt-Teenager für die sanfte Kraft des Yoga zu gewinnen, erzählte sie an diesem Abend.

Ihr zur Seite stand Patrick Fust, der schon als aktiver Lehrer entdeckt hatte, wie stundenlanges Sitzen den Geist vernebelt, und der aus dieser Erkenntnis das «Bewegte Lernen» entwickelt hat, mit dem er nun durch Schulen tourt und in  Weiterbildungen Lehrerinnen und Lehrer für diese Lernmethode sensibilisiert.

Zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Angeboten, aber mit dem gleichen Ziel, erzählten in lockerer Gesprächsrunde, befragt von Felix Mätzler, SVW-Präsident und Leiter der Medienschule. Klar natürlich, dass die beiden nicht nur redeten, sondern in einfachen Müsterchen, die rund 25 Anwesenden selber in Bewegung brachten, respektive mit Yoga zu Ruhe und Klarheit.

Danke an die Cambridge English Languages School für das Gastrecht!

 

Erfolgreiche Tagung zur Bildung der Bildner

«Welche Bildung brauchen Bildner?» fragte die diesjährige Tagung des SVW vom 15. Juni ist St.Gallen. Referentin Bernadette Dilger, Professorin an der Uni St.Gallen, fragte in ihrem Inputreferat, wieviel die Ausbildung für Ausbildner zur Qualitätsverbesserung beitrage, und wieviel schlicht Marketingmassnahme - und wohl auch Geldmacherei - sei. Damit waren die Diskussionen in den Workshops lanciert. Von den rund 30 Teilnehmenden an der Tagung (viele aus dem Bereich Gesundheit und aus der Verwaltung), zeigten nicht wenige einen gewissen Überdruss an verordneter Bildung, und fragten sich auch, wie denn mit Fähigkeiten umgegangen werde, die nicht so einfach vermittelt werden können; etwa Empathie, aber auch Humor.
Christina Jacober, zuständig für die Ausbildung der Ausbildner beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung, zeigte auf, dass auch dort die Diskussionen um das richtige Mass an Ausbildung geführt wird.
Doch nicht überall herrscht nur Verdruss gegenüber Weiterbildung und «Zertifizierungswahn». Das zeigte der Fachmann aus dem Bereich Netzelektrik in der Schlussdiskussion. Dort, wie auch anderswo in handwerklichen Berufen, wäre man  froh, man könnte die Ausbildner auch nur zu einer minimalen «Ausbildung der Ausbildner» verpflichten.

Hier finden Sie die Präsentation von Bernadette Dilger, Uni St.Gallen
Hier finden Sie die Präsentation von Christina Jacober, SVEB Zürich

Wir werden im Herbst ein Papier mit den wichtigsten Ergebnissen dieser Tagung veröffentlichen.